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Waldkindergarten Kirchheimbolanden

Am Ziegelwoog 3a
67292 Kirchheimbolanden
Kirchheimbolanden | Orbis | Verbandsgemeinde | Kindertagesstätten

Waldkindergarten Kirchheimbolanden

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Die Stadt Kirchheimbolanden hat in seiner Stadtratssitzung vom 30.06.2021 beschlossen, einen eigenständigen Waldkindergarten auf dem ehemaligen Freibadgelände „Am Thielwoog“ zu eröffnen. Das Schwimmbad Thielwoog in Kirchheimbolanden wurde im Jahre 2011 geschlossen und zurückgebaut.

Öffnungszeiten

Wir bieten für alle Kinder eine Betreuungszeit von 8.00 Uhr bis um 15.00 Uhr an.
Das Mittagessen wird in Form eines von daheim mitgebrachten Lunchpaketes eingenommen.

Am 1. September 2021 war unsere Eröffnung. Das umzäunte Gelände umfasst 7700 Quadratmeter. Neben altem Baumbestand, einem Bereich mit Sandaufschüttung aus dem ehemaligen Beachvolleyballfeld läuft durch das Gelände der Leiselsbach. Das Umfeld mit Wiesen und Wäldern bietet den Kindern die Möglichkeit, Pflanzen und Tiere in ihrem natürlichen Lebenszusammenhang zu entdecken, zu beobachten, zu begreifen und zu befühlen, Stück für Stück zu erfahren und so einen engen Bezug zur Natur und zu seiner Umwelt zu entwickeln.
Auf dem Gelände, nahe dem Eingangsbereich, befindet sich der ehemalige Kiosk der Anlage. Unser kleines Schutzhaus ist beheizbar und verfügt über Strom- und Wasseranschluss. Das Gelände befindet sich in unmittelbarer Waldrandlage.

Die Natur ist ein elementarer Lern- und Erfahrungsraum. Beim Erkunden und Erleben von Natur werden alle Sinne angeregt und Lernreize für Kopf, Herz und Hand gesetzt. Es ist der perfekte Ort für ganzheitliches Lernen.
Das Ziel der Waldpädagogik ist, verantwortungsvoll und zukunftsfähig zu denken und zu handeln.
Die Kinder verbringen viel Zeit in Wald und Wiese.
Darüber hinaus gibt es bei uns ein feststehendes Gebäude mit einer überdachten Veranda, die zu bestimmten Tageszeiten oder Wetterverhältnissen aufgesucht wird und Schutz bietet.

Vorteile dieser Form von Frühpädagogik sind:

der weite Raum bietet den Kindern genug Platz, Jeder kann ungestört seinen Interessen nachgehen. Viele Konflikte entstehen erst gar nicht.
Der Aufenthalt inmitten von Wiesen und Wäldern bringt eine intensive Naturverbundenheit mit sich
die ruhige, friedliche Atmosphäre in der Natur überträgt sich auf den Menschen
Der Aufenthalt in der Natur bietet eine unglaubliche Fülle an Beschäftigungsmöglichkeiten.
Ein Fest für die Sinne, für Kreativität und Phantasie.
Der Aufenthalt im Freien stärkt Körper, Geist und Seele.
Durch die tägliche Auseinandersetzung mit den Elementen der Natur, durch alle Jahreszeiten hindurch wird nicht nur das Immunsystem trainiert, sondern der ganze Mensch in seiner Gesundheit positiv beeinflusst.
Im unserem Waldkindergarten lernen die Kinder einen respektvollen Umgang mit der Natur und übernehmen für sie Verantwortung.
Dies ist eine wichtige Grundlage, um eine nachhaltig ökologische Zukunft zu ermöglichen.
Sie lernen die Natur zu lieben und wert zu schätzen.
Das Kind kann seinen Bewegungsdrang intensiv ausleben. Die Kinder üben sich insbesondere in ihren körperlichen Fitness, in ihrer Grobmotorik, in ihrer Wahrnehmung, aber natürlich auch im feinmotorischen Bereich.
Stärkung der Sprachentwicklung
In unserem Waldkindergarten gibt es viele Sprachanlässe. Die Entdeckungen in der Natur regen die Kinder zum Nachfragen, Philosophieren und Weiterspinnen von Geschichten an. Es gibt sehr viele Gesprächsanlässe und wir haben die Zeit darauf einzugehen, denn wir werden in unserem Tun selten gestört und unterbrochen.
Wir Erzieherinnen können uns voll und ganz den Kindern widmen, ungeteilte Zeit und das macht uns und auch die Kinder zufrieden.

Tagesablauf

Morgens finden sich die Kinder innerhalb einer gewissen Zeitspanne in der Regel an unserem Standort ,am Thielwoog, ein.
Dieser Treffpunkt ist gut zugänglich und bietet den Eltern gute Parkmöglichkeiten.
Die Kinder und Eltern werden freundlich begrüßt. Wichtige Informationen werden ausgetauscht, Absprachen werden getroffen, auf die Befindlichkeiten jedes Kindes wird reagiert.
Das Kind wird, wenn es dies signalisiert, beim Abschied begleitet.
Haben sich alle Kinder eingefunden treffen wir uns hier zum Morgenkreis.
Wir schauen einmal, wer da ist, erzählen uns die neuesten Abenteuer und alles, was uns auf dem Herzen liegt. Manchmal singen wir Lieder, machen Fingerspiele. Wenn sich jeder auf den neuen Tag eingestimmt hat, wird gemeinsam überlegt, für welche Spielstation wir uns entscheiden. Im Laufe der Zeit entdecken wir unterschiedlich interessante Plätze. Jeder Ort hat seinen eigenen Reiz, seine eigenen Spielmöglichkeiten, seinen eigenen Charme. Auf manche Plätze klettern wir besonders gern, an anderen genießen wir die Ruhe und den weiten Himmel, an anderen Orten besuchen wir Feen oder Wichtel. Zu den Stationen fahren wir mit unserem Bollerwagen los. Er ist sorgfältig gepackt mit allem, was wir für den Tag brauchen könnten.
Im freien Spiel haben die Kinder Gelegenheit, in einem festgelegten Bereich ihren Bedürfnissen nachzugehen. Schon auf dem Weg nehmen die Waldkinder die Spielangebote des Waldes wahr und tauchen ein in Kletterabenteuer, überqueren große Pfützen oder laufen im Pferdegalopp umher. Sie entscheiden selbst, „was“ und „ wie“ sie spielen. So beginnt schon auf dem Weg das Freispiel. Erreichen wir die Spielstation, wird der Platz untersucht. Was hat sich seit dem letzten Mal verändert, was kann man Neues entdecken, finden wir Vertrautes wieder?
In dieser Freispielzeit kann das Kind auch entscheiden, wann es frühstücken möchte. Zum eigenen Frühstück der Kinder steht jeden Morgen ein Obst und Gemüseangebot bereit.
Die Kinder können in dieser Freispielphase auch Angebote der Erzieherinnen wahrnehmen.
Es wird vielleicht geschnitzt, gefilzt, vorgelesen, gewerkelt, gemalt, mit Ton gearbeitet und vieles mehr.
Die Aufräumphase wird eingeleitet und die Kinder machen sich auf den Weg zurück zum Standort.
Zum Abschluss des Kindergartentages sammeln wir uns als Gruppe, reflektieren den Morgen, greifen Erlebnisse des Tages auf, sprechen über weitere Ideen und Pläne der Kinder und verabschieden uns mit Liedern und Bewegungsspielen erleben ein Tischtheater etc..
Vielleicht brauchen die Kinder auch eine Ruhephase, Zeit zum Kuscheln, Vorlesen, oder auch ruhigen Spielzonen und wir werden unser Mittagslunch einnehmen.
Der Tag neigt sich dem Ende zu. Die Kinder werden abgeholt.
Es wird Wandertage und Tage am Standort geben.
Da sich unser Standort mitten in einem großen Areal mit abwechslungsreichen Bewuchs befindet kann die direkte Umgebung als Naturspielort genauso genutzt werden, wie die Spielstationen an Wandertagen.
An diesen Tagen ist es möglich, zusätzliche Materialien bereitzustellen, z.B. eine Schaukel, Schubkarren, Töpfe und Küchenutensilien.
Der rein naturbelassene Spielort wandelt sich durch diese ergänzenden Angebote zu einer auf die kindlichen Bedürfnisse abgestimmten vorbereiteten Umgebung.
An solchen Tagen können die Kinder die Veranda oder die Unterkunft als einen Raum nutzen, wo gemalt, gebastelt, gewebt, gelesen, gespielt oder gegessen werden kann.
Gemeinsam Feuerholz sammeln, regelmäßig ein Feuer entfachen, in Gang halten ist ein ganz elementares Bedürfnis und stärkt das Wir-Gefühl.
An einem Tag in der Woche werden wir eine längere Wegstrecke zurücklegen.
Uns ist es wichtig neben den Naturräumen auch andere Bildungsorte aufzusuchen.
Das nähere und weitere Umfeld kennenzulernen ist uns ein wichtiges Anliegen.
Besuch eines Bauernhofes, Besuch der weißen Grube in Imsbach, das Museum in Kirchheimbolanden, in Alzey, die Spielscheune in Marienthal, den Donnersberg als unseren Hausberg kennenzulernen, Besuch des Wochenmarktes, der Bücherei uvm.
Ausflüge tragen nicht nur dem Bewegungsdrang und der Abenteuerlust der Kinder Rechnung, sondern bieten auch Anlass für vielfältige Entdeckungen und Fragen.
Dabei entstehen vermehrt Kontakte zu außenstehenden Personen, die nicht nur für die Kinder oftmals spannend und aufregend sind.

Das Lesen von Büchern, Bilderbüchern, Tischtheater ist uns sehr wichtig. Sprachentwicklung bildet einer der Schwerpunkte unseres Handelns.

Gemeinschaft wird gestärkt, denn die Kinder müssen oft zusammenwirken und wenn man einen Deich baut oder eine Brücke über den Bach, dann klappt es nur mit vereinten Kräften, mit Absprachen und in dem jeder sich mit seinen Fähigkeiten einbringt.
Und das Vorhandensein von Wasser empfinden die Kinder zum Spielen als große Bereicherung.

Im Letzten Jahr in der Kita erfahren die Kinder eine besondere Vorbereitung auf die Schule. Durch entsprechend regelmäßige „Schul-vor-oder-nachmittage“ in der Kita machen sich die Kinder intensiver mit Zahlen und Buchstaben, Geschichten, Büchern vertraut, mit gestalterischen, kreativen, handwerklichen Arbeiten, mit musisch/rhythmischen Angeboten, besonderen Aufgaben zur Sprachförderung, Aufmerksamkeitstraining und selbständiges arbeiten, sowie unterschiedlichsten Exkursionen. Das letzte Jahr in der Kita soll spannend, abwechslungsreich sein und mit Lust und Freude auf den Übergang in die Schule vorbereiten.
Die Kita arbeitet in regelmäßigen Kooperationstreffen eng mit der Grundschule zusammen.

© Martin Eulitz E-Mail

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